Archiv Seite 2

Die Linke. Landesverband Hamburg:

Frauen brauchen unabhängige Strukturen – auch an der Universität Hamburg

Der AStA an der Uni Hamburg hat das seit über 30 Jahren bestehende unabhängige Frauenreferat abgeschafft. Die Referentinnen wurden abberufen und den anderen drei teilautonomen Referaten benachteiligter Gruppen, trotz höherer Gesamteinnahmen, über ein Drittel der Gelder gestrichen.
Link zum ganzen Artikel des Landesverband Hamburg

fzs: Für den Erhalt (teil-)autonomer Frauenreferate!

der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) hat am vergangenen Wochenende folgenden Antrag beschlossen:

Für den Erhalt (teil-)autonomer Frauenreferate!
Der Vorstand des AStA der Universität Hamburg hat kürzlich -gegen den ausdrücklichen Willen des Referates – das zuvor teilautonome Frauenreferat aufgelöst und in das Gleichstellungsreferat des AStA eingeordnet. Begründung: Frauen seien keine „Minderheit“ und bräuchten deshalb keine unabhängige Vertretung. Der AStA-Vorsitzende führte aus, dass der Zustand der Gebäude, nicht aber „Geschlechtergerechtigkeit“ ein „wirkliches Problem“ an der Uni sei. Tatsächlich sind Frauen weder in der Gesellschaft noch an vielen Hochschulen eine Minderheit. Dennoch stellen sie eine Gruppe dar, die nach wie vor strukturelle Benachteiligung erfährt. (mehr…)

Arbeitsmodell des Frauen Lesben Trans Rats

Auf der Frauen-VV, die am 29. Mai 2008 stattfand, wurde intensiv über den Namen des teilautonomen Referates (Frauenreferat/ FrauenRat / Frauen Lesben Trans Rat / …) diskutiert. Einige empfanden die Bezeichnung „Frauen“ als ausgrenzend gegenüber Transmenschen, schlugen den Zusatz feministisch vor, oder bemängelten das Fehlen des Wortes Lesbe als unsichtbarmachend oder homophob. Zu einem letztendlich konsensfähigen Namen kam es aufgrund der langen Diskussion jedoch nicht. Es wurde aber ein Arbeitsmodell vorgestellt, das einstimmig angenommen wurde. Die Beschlüsse der VV sowie das Arbeitsmodell werden im folgenden dokumentiert, die vom AStA ignoriert wurden, der bekanntlich das Frauenreferat abschaffte und nun dafür eine Gleichstellungsbeauftrage im Sozialreferat eingestellt hat. (mehr…)

Interview und Kommentar taz HH 28.07.08

„Gender Mainstreaming reicht nicht“
Interview mit der Vorsitzenden des Landesfrauenrats
taz: Was stört den Landesfrauenrat an der Abschaffung des Asta-Frauenreferats an der Hamburger Uni, Frau Randzio-Plath?

Christa Randzio-Plath: Uns stört die Einschränkung der Interessenvertretung von Frauen. Die Abschaffung dieser kleinen Institution hat einen symbolischen Wert. ganzes Interview

taz-Kommentar Männer klatschen Beifall

Artikel taz HH vom 24.07.08

Frauenreferat abgeschafft
Der Asta der Uni löst nach 31 Jahren das teilautonome Frauenreferat auf. Stattdessen gibt es jetzt eine Gleichstellungsbeauftragte. Das finden nicht alle gut. Im Internet wird dagegen protestiert ganzer Artikel
Kommentar: Sandkiste für den Nachwuchs

ältere Artikel:
Asta zeigt Studierende an taz vom 05.06.08
Weggeputschter Frauenrat kritisiert AStA taz vom 10.05.08

Hintergrundinfos

Wer etwas mehr über die Hintergründe erfahren will, hat hier die Möglichkeit, die Flugblätter die zu dem Thema herausgebracht wurden anzusehen. Hingewiesen sei auch auf Stellungnahmen der Hochschulgruppen CampusGrün und Regenbogen/Alternative Liste (unter Links zu finden).

Erster Flyer Vorderseite, Erster Flyer Rückseite
Plakat
Rede vor dem Studierendenparlament
Flugblatt zur Sitzung des Studierendenparlaments
Offener Brief des Instituts für Queer Theory

Es fehlen noch Texte. Sie folgen noch…

English translation of the petition

Dear friends,

Here’s a link to an online petition on behalf of the women’s student counsil at University Hamburg.

The women-lesbian-trans counsil has been working self-governed within the student’s union for 30 years now, but has recently been abolished by the general student’s union. These guys think that it is legitimate to destroy an autonomous space for women, lesbian and trans* people, as women are numerically no minority at the university.

Below, you‘ll find the petitions text in an english translation. Please take a minute and sign the petition!

http://www.petitiononline.com/frauen/petition.html

Against the abolition of the women’s council!

On June 13th 2008, the current AStA (i.e. student’s union) of Hamburg University (Germany) announced to repeal the women’s student council. Meanwhile, its decision has been implemented in the student’s union’s budget.

The women’s council has existed for 30 years. It has been established in opposition to the patriarchal and sexist structures within this society, as a place for women’s self-organization, empowerment and the strengthening of women’s interests. The AStA wants to abolish the council and claims to include equality politics in its social board. That is pure crappy paternalism. We do not want a politics of integration into existing power structures and patterns of domination.

We hereby reclaim the acknowledgement of our self-chosen and self-built structures. We demand the withdrawal of the women’s council’s abolition and a self-organized women’s council with secure finances.

Sincerely,

The Undersigned

Online Petition eingerichtet

http://www.petitiononline.com/frauen/petition.html

Gegen die Abschaffung des Frauenreferats!

Am 13.6.2008 gab der gegenwärtige AStA der Universität Hamburg (bestehend aus Juso- Hochschulgruppe, WiWi-Liste, Mediziner-Liste, Jura-Liste, Liberaler Hochschulgruppe, GeiWi-Liste und MIN-Liste) bekannt, dass er das Frauenreferat abschaffen will. Mittlerweile wurde dieser Entschluss auch bereits im neuen Haushaltsentwurf umgesetzt.
Das Frauenreferat existiert seit über dreißig Jahren und wurde gegründet um den patriarchalen und sexistischen Strukturen in dieser Gesellschaft etwas entgegenzusetzen. Dieser Raum, geschaffen zur Selbstorganisation von Frauen, der Stärkung ihrer Interessen und Ort der Ermächtigung, soll nun schlichtweg abgeschafft werden. Gleichstellungspolitische Aufgaben sollen vom Sozialreferat des AStA wahrgenommen werden. Der AStA verfolgt damit eine bevormundende Politik. Es geht um mehr als eine erfolgreiche Integration ins Bestehende.
Hiermit fordern wir die Anerkennung der selbstgewählten und -geschaffenen Strukturen des Frauenreferats. Des Weiteren fordern wir die damit verbundene Zurücknahme der Abschaffung und die Sicherung der Finanzmittel in mindestens der bisherigen Höhe.

Sincerely,

The Undersigned