Presseerklärung zur PodiumsdiskussionFrauenreferat – Ja oder Nein? am 15.12.2008

Presseerklärung zur PodiumsdiskussionFrauenreferat – Ja oder Nein? am 15.12.2008

An der Universität Hamburg fand heute eine Podiumsdiskussion zu der Abschaffung
des Frauenreferats im letzten Semester statt, engagiert moderiert von Katrin
Jäger.
Nicole Meyer, eine Studentin welche sich für den Erhalt bzw. die
Wiedereinführung des Frauenreferats einsetzt, machte die Notwendigkeit für
selbst gewählte Organsiationsstrukturen von Frauen an der Universität deutlich.
Darin wurde sie von Frau Prof. Dr. Randzio-Plath (1. Vorsitzende des
Landesfrauenrates Hamburg) unterstützt, die auch darauf hinwies, dass die neu
eingerichtete Stelle der Gleichstellungbeauftragten zwar sinnvoll ist,
allerdings parallel eingerichtet werden sollte. Die beiden VertreterInnen des
AStA (Benjamin Gildemeister, 1. Vorsitzender und Gun Röttgers,
Gleichstellungsbeauftragte) blieben in ihrer Argumentation leider unklar. Sie
verwiesen darauf, dass Frauen keine Minderheit mehr an der Universität
darstellten und daher in den gegeben AStA-Strukturen repräsentiert werden
könnten. Große Teile des Publikums hielten das nicht für ausreichend. Von
dieser Seite wurde immer wieder Selbstorganisation, offene Strukturen und
Basisdemokratie gefordert. Auch die 1. Vorsitzende des Landesfrauenrats
vermutete auf Seiten des AStA insgesamt schlicht Machtpolitik.
Die Veranstaltung war mit etwa 60 Leuten gut besucht. Im Laufe der rege
geführten Diskussion zwischen Podium und Publikum übergaben zwei Studentinnen
den AStA-VertreterInnen 2700 Unterschriften gegen die Abschaffung des
Frauenreferates. Außerdem bekamen Benjamin Gildemeister und Gun Röttgers große
Lebkuchenherzen, auf denen „Frauenversteher“ und „soziale
Kompetenz“ zu lesen war.
Marion N., eine Besucherin der Veranstaltung, kommentiert: „Insgesamt habe
ich mich über die engagierte Diskussion sehr gefreut. Allerdings scheint der AStA
nach wie vor nicht von seiner Linie abzuweichen und die Abschaffung des
Frauenreferats gegen alle Kritik zu verteidigen. Das ist natürlich sehr schade
und erschwert eine feministische, basisdemokratische Organisation von Frauen an
der Uni.“